Nackedeis in Wald und Wiese

Lebensreform: Die kann man sich gut vorstellen am Starnberger See mit den schicken Privatkliniken bis hinunter zur Lauterbacher Mühle. Oder in den Liegenstühlen im Schatten des Buchheim-Museumsparks. Dort präsentiert man derzeit Kunst und Lebensläufe der Brücke-Künstler und das neue Lebensgefühl bürgerlicher Kreise: ein bisschen Öko, freien Sex, FKK und Wandervogel. All das hat jetzt Kurator Kai Schupke auf einen bisher unbeachteten Nenner gebracht, über dem „Hippies um 1900“ stehen könnte – in Wirklichkeit heißt die Ausstellung Brücke und die Lebensreform.

Quelle: Nackedeis in Wald und Wiese

Stille

IMG_1877„Weil ich in der Stille anfing, konnte ich dem Lauten nie ganz verfallen. Weil ich als Kind die Wälder schweigen und wachsen sah, konnte ich immer ein stilles Lächeln für das aufgeregte Treiben haben, mit dem die Menschen ihre vergänglichen Häuser bauten. Es war, als trüge ich andre Gesetze und Maßstäbe in mir, größere und strengere. Ich konnte nie mehr ganz aus dem Kreis der Natur herausfallen …“

[E. Wiechert, Wälder und Menschen]

Das Denkmal des Getreuen « bündische vielfalt .

Das Blog Bündische Vielfalt berichtet über das Fidus-Haus in Woltersdorf, genauer über die Trias aus Haus, Fidus-Grab und Gefallenen-Denkmal. Zwecks Erhalt dieser Kulturgüter bittet der Woltersdorfer Verschönerungsverein um Spenden, s. Link unter Quelle.

Quelle: Das Denkmal des Getreuen « bündische vielfalt .

Urlaubsnachlese

Hermann Hesse als Romanfigur
Die Münchner Abendzeitung über die Romane „Immer nach Hause“ (Lang) und „Das Sonnenfest“ (Prange) – der Monte Verità dabei als „Haupt- und Nebenschauplatz“.

Wenn Dichter baden gehen
Die Schwäbische über Dichter, Meer, Badefreuden, Inspiration

Nacktheit als Ausdruck grenzenloser Freiheit
Die Rheinische Post über Nacktheit in Verbindung mit Nichtstun / Abschalten, aber auch in der Interpretation als Schutzlosigkeit, als Negation der Selbstdarstellung durch Modekleidung.

Touristisch, touristischer, Ascona
Die Tageswoche über die „Hochburg gut situierter Deutschschweizer“, über die Wahl zwischen kostenlosem Bad und solchem mit Eintritt und überhaupt die Veränderungen, die der Ort – letztlich auch durch die Bekanntheit des Monte Verità – durchgemacht hat.

Lebensreform auf dem Zürichberg
Der Google Alert „Lebensreform“ verweist auf ein vermutlich neues Projekt, obgleich die Webseite jetzt nicht angezeigt werden kann. Es geht um den Zürichberg als „Ort der Lebensreform“.

Meine erste FKK-Erfahrung war nicht sehr anziehend
Nicht meine Zeitungswelt – und im Grunde nicht empfehlenswert der Artikel. Wenn ich schon die Kategorisierung „Bereich: Erotik, Themen: FKK“ lese, würgt es mich. Das Abschlußzitat des Textes: „Ich mag es aber auch nicht, wenn andere Männer auf die nackten Brüste und den entblößten Intimbereich meiner Partnerin starren.“
Kurz und gut: der Autor hätte besser den Schnabel gehalten, als so einen Unfug zu posten.

Sylt: Buhne 16 unter Top Ten der FKK-Strände
… das schreibt die Sylter Rundschau unter Berufung auf das Reiseportal Lastminute.de. Das sei ein „kultiger und medial geprägter Sehnsuchtsort für deutsche Urlauber“.

Das langsame Ende der Freiheit – JUNGE FREIHEIT

Die Junge Freiheit mit einem nachdenklichen Artikel darüber, daß die Ungezwungenheit, mit der die Geschlechter sich bislang in Deutschland auch im FKK-Bereich begegnet sind, verlorengehen könnte.

Der Zuzug aus fremden Kulturkreisen und bildungsfernen Schichten bedroht das bedeutende deutsches Kulturgut FKK, das im Laufe der Lebensreform-Bewegung entstand. Die Beschimpfungen gegen die Freibad-„Schlampen“ treffen unsere Kultur im Prinzip also stärker ins Mark, als eine blutige Attacke in einer McDonalds-Filiale. Ein Kommentar von Claus Wolfschlag.

Quelle: Das langsame Ende der Freiheit – JUNGE FREIHEIT

Geschichte der Freikörperkultur: FKK: Frei machen! – Magazin – Welt – Tagesspiegel

Der Tagesspiegel mit einem zweiseitigen Beitrag zur Geschichte der Freikörperkultur

Intellektuelle wie Anna Seghers waren gern nackt am Strand, die DDR-Führung mochte Textil. Die Geschichte des FKK führt von Preußen über die Wende an den Wannsee.

Quelle: Geschichte der Freikörperkultur: FKK: Frei machen! – Magazin – Welt – Tagesspiegel

Ich bin nicht ich (Jiménez)

„Soy este
que va a mi lado sin yo verlo;
que, a veces, voy a ver,
y que, a veces, olvido.
El que calla, sereno, cuando hablo,
el que perdona, dulce, cuando odio,
el que pasea por donde no estoy,
el que quedará en pié cuando yo muera.“

Yo no soy yo (Juan Ramón Jiménez)

Ich bin der,
der an meiner Seite geht, ohne daß ich ihn sehe;
den ich manchmal besuche,
und den ich manchmal vergesse.
Er, der schweigt, still, wenn ich spreche,
er, der vergibt, sanft, wenn ich hasse,
er, der geht, wo ich nicht bin,
er, der stehenbleibt, wenn ich sterbe.

[Übers. V. Wagner]

Stand

Was tut sich hier derzeit? Die Einarbeitung der alten und relevanten Beiträge ist abgeschlossen. Die Liste zu Religion / Mystik usw. fehlt noch, vermutlich erstelle ich sie neu im Herbst. Die Seite mit den Neuen Heimatfilmen muß noch zu Ende überarbeitet werden, aber auch das rückt eher in den Spätsommer.

In der kommenden Woche werde ich wieder für 5 Tage zum Pilger. Ich bin auf Jakobswegen im südlichen Nordrhein-Westfalen unterwegs. Hier bleibt es ruhig, ab und an werde ich ein Bild auf meinem Instagram-Account posten. Ich freue mich sehr auf diese Woche „Auszeit“, denn seit der Rückkehr vom Camino Francés war es doch eher stressig.

Im August geht es für zwei Wochen an die Costa Blanca an der spanischen Mittelmeerküste. Ich hoffe auf Wärme und schöne Fotomotive.

Pilger, wer ruft dich?

275Der Jakobsweg ist über und über „geschmückt“ mit Graffiti, Devotionalien usw., was von kleinen Steinen, die die Aufschrift „Noémie“ tragen, bis zu bemalten Ortschildern und in Zäune gesteckte Holzkreuze reicht. Noémie scheint ein franzöisches (französischsprachiges) Mädchen zu sein, das vermutlich an Krebs erkrankt ist / war. Ihr Name fand sich hunderte Male auf dem Weg in Spanien, doch konnte ich nichts über sie herausfinden. Weiterlesen